Startseite " Blog " VFD-Kenntnisse " Wie funktioniert ein Frequenzumrichter? Ein praktischer Leitfaden zu Frequenzumrichtern

Wie funktioniert ein Frequenzumrichter? Ein praktischer Leitfaden zu Frequenzumrichtern

A Antrieb mit variabler Frequenz (VFD) steuert die Drehzahl und das Drehmoment eines Wechselstrommotors durch Anpassung der dem Motor zugeführten Frequenz und Spannung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Motoren, die nur mit der festen Netzfrequenz (in der Regel 50 Hz oder 60 Hz) betrieben werden, erzeugt ein Frequenzumrichter einen Ausgang mit einstellbarer Frequenz, wodurch der Motor schneller oder langsamer laufen oder einem kontrollierten Beschleunigungs- und Verzögerungsprozess folgen kann.

Einfach ausgedrückt funktioniert ein Frequenzumrichter so, dass er die eingehende Wechselstrom in Gleichstrom, wobei die Gleichspannung über den Gleichstrombus geglättet wird, und anschließend mithilfe einer elektronischen Hochgeschwindigkeits-Schalttechnik wieder in einen geregelten Wechselstromausgang umgewandelt wird. Dieser Umwandlungsprozess ermöglicht eine präzise Steuerung des Motorbetriebs und verbessert den Gesamtwirkungsgrad des Systems.

⚙️

Präzise Geschwindigkeitsregelung

Passen Sie die Motordrehzahl präzise an die Produktionsanforderungen an, anstatt den Motor ständig mit voller Drehzahl laufen zu lassen.

Reduzierter Anlaufstrom

Ein Sanftanlauf reduziert hohe Einschaltströme und minimiert die Belastung von Motoren und elektrischen Systemen.

📈

Bessere Prozesssteuerung

Sorgen Sie für einen stabilen Betrieb, indem Sie die Motordrehzahl, das Drehmoment und die Beschleunigungsprofile regeln.

💡

Energieeinsparungen

Steigern Sie die Effizienz bei Anwendungen mit variablem Drehmoment, wie beispielsweise Pumpen und Ventilatoren, indem Sie unnötigen Stromverbrauch reduzieren.

🛡️

Motorschutz

Reduzieren Sie mechanische Stöße und verlängern Sie die Lebensdauer der Anlagen durch eine sanfte Beschleunigung und einen reibungslosen Betrieb des Motors.

Kernpunkt: Der dreistufige Umwandlungsprozess im Inneren eines Frequenzumrichters bildet die Grundlage für eine präzise Motorsteuerung, Energieeffizienz und zuverlässige industrielle Automatisierung.

In diesem Leitfaden wird die gesamte Funktionsweise eines Frequenzumrichters erläutert, einschließlich der Vorgänge im Inneren des Umrichters, wie sich die Frequenz auf die Motordrehzahl auswirkt, wie die PWM-Technologie eine variable Ausgangsspannung erzeugt und wie man den richtigen Frequenzumrichter für verschiedene industrielle Anwendungen auswählt.

An einen Drehstrom-Asynchronmotor angeschlossener industrieller Frequenzumrichter

A Antrieb mit variabler Frequenz (VFD) ist eine elektronische Motorsteuerung, die dazu dient, die Drehzahl und das Drehmoment eines Wechselstrommotors durch Veränderung der Frequenz und Spannung der dem Motor zugeführten elektrischen Energie zu regeln.

Anstatt einen Wechselstrommotor mit einer festen Netzfrequenz zu betreiben, wird in der Regel 50 Hz oder 60 Hz, Ein Frequenzumrichter erzeugt einen Ausgang mit variabler Frequenz, der eine präzise Regelung der Motordrehzahl, der Beschleunigung und der Betriebsleistung ermöglicht.

Ein Frequenzumrichter ist auch bekannt als:

Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
Frequenzumrichter
Antrieb mit variabler Spannung und variabler Frequenz (VVVF)

Gängige Motoranwendungen

Die meisten industriellen Frequenzumrichter werden eingesetzt bei Drehstrom-Asynchronmotoren. Bei richtiger Auswahl und Konfiguration können viele Frequenzumrichter auch Permanentmagnetmotoren und andere moderne Motortypen steuern.

Grundlegendes Funktionsprinzip

Die Motordrehzahl wird hauptsächlich durch die Netzfrequenz bestimmt. Ein Frequenzumrichter passt die Ausgangsfrequenz an, um die Motordrehzahl je nach Betriebsanforderungen zu erhöhen oder zu verringern.

Wie die Frequenz die Motordrehzahl beeinflusst

Niedrigere Frequenz

Niedrigere Motordrehzahl
Höhere Frequenz

Höhere Motordrehzahl

Die Motordrehzahl kann innerhalb des sicheren Betriebsbereichs sowohl des Motors als auch der angeschlossenen mechanischen Anlage eingestellt werden.

Das ist wichtig: Ein Frequenzumrichter verändert nicht einfach nur die Spannung, sondern erzeugt eine geregelte Kombination aus Frequenz und Spannung, um einen effizienten Motorbetrieb zu gewährleisten und gleichzeitig die erforderliche Drehmomentleistung aufrechtzuerhalten.

Bei einem Wechselstrom-Induktionsmotor wird die Synchrondrehzahl nach folgender Formel berechnet:

Synchrondrehzahl (U/min) = (120 × Frequenz) / Polzahl

Ein 4-poliger Motor weist beispielsweise folgende Synchrondrehzahlen auf:

VersorgungsfrequenzSynchrondrehzahl
10 Hz300 U/min
25 Hz750 U/min
50 Hz1500 U/min
60 Hz1800 U/min

Ein Asynchronmotor läuft aufgrund des Schlupfs normalerweise etwas unterhalb der Synchrondrehzahl. Die Formel verdeutlicht jedoch nach wie vor den wesentlichen Zusammenhang: Wenn sich die Frequenz ändert, ändert sich die Motordrehzahl.

Ein herkömmliches Stromnetz liefert eine feste Frequenz. In vielen Ländern beträgt diese 50 Hz, in anderen 60 Hz. Ohne Frequenzumrichter läuft der Motor in der Regel mit einer festen Drehzahl. Mit einem Frequenzumrichter erzeugt der Antrieb eine neue Ausgangsfrequenz, wodurch die Motordrehzahl an den tatsächlichen Prozessbedarf angepasst werden kann.

Schematische Darstellung der Funktionsweise eines Frequenzumrichters mit Gleichrichter, Gleichstrom-Sammelschiene, Wechselrichter und Motorausgang (1)

Ein Frequenzumrichter arbeitet in drei Hauptstufen der Stromumwandlung:

  1. Gleichrichter: Wandelt eingehenden Wechselstrom in Gleichstrom um.
  2. Gleichstrom-Sammelschiene: Glättet den umgewandelten Gleichstrom und speichert ihn.
  3. Wechselrichter: Wandelt Gleichstrom wieder in Wechselstrom mit einstellbarer Frequenz um.
Wechselstromversorgung → Gleichrichter → Gleichstrombus → Wechselrichter → Wechselstromausgang mit variabler Frequenz → Motor
PWM-Spannungsverlauf im Vergleich zum gleichmäßigeren Motorstrom am Ausgang eines Frequenzumrichters

Stufe 1: Der Gleichrichter wandelt Wechselstrom in Gleichstrom um

Der erste Abschnitt eines Frequenzumrichters ist der Gleichrichter. Es wird über das Stromnetz mit Wechselstrom fester Frequenz versorgt, beispielsweise mit 220 V einphasig, 380 V dreiphasig, 400 V dreiphasig oder 480 V dreiphasig, je nach Antriebsmodell und Region.

Der Gleichrichter verwendet leistungselektronische Bauteile wie beispielsweise:

  • Dioden
  • Thyristoren
  • Aktive Front-End-IGBTs in modernen Antrieben

Seine Aufgabe besteht darin, Wechselstrom in Gleichstrom umzuwandeln. Nach der Gleichrichtung weist die Spannung keine sinusförmige Wechselstromwellenform mehr auf. Es entsteht pulsierender Gleichstrom.

Zu diesem Zeitpunkt steuert die ursprüngliche Netzfrequenz den Motor nicht mehr direkt. Der Umrichter hat die Eingangsleistung in eine Zwischenform als Gleichstrom umgewandelt, die von der nächsten Stufe weiterverarbeitet werden kann.

Stufe 2: Der Gleichstromsammelschiene glättet und speichert Energie

Schematische Darstellung der Funktionsweise eines Frequenzumrichters mit Gleichrichter, Gleichstrom-Sammelschiene, Wechselrichter und Motorausgang

Nachdem der Gleichrichter Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt hat, ist der Ausgangsstrom nicht vollständig glatt und weist weiterhin Spannungswelligkeit auf. Der Gleichstrom-Sammelschienenabschnitt filtert diese instabile Gleichspannung, speichert elektrische Energie und stellt eine stabile Stromquelle für die Wechselrichterstufe bereit.

Hauptkomponenten eines Gleichstromsammelscheins

Ein typischer Gleichstrom-Sammelschienenstromkreis eines Frequenzumrichters besteht aus mehreren wichtigen Komponenten, die zusammenwirken, um eine stabile Gleichstromversorgung aufrechtzuerhalten:

🔋 Elektrolyt- oder Folienkondensatoren

Spannungsschwankungen ausgleichen und elektrische Energie für den Wechselrichter speichern.

⚙️ Gleichstromdrosseln

Stromwelligkeit reduzieren und die Stromqualität verbessern.

🔌 Vorladeschaltungen

Begrenzen Sie den Anlaufstrom beim Start des Frequenzumrichters.

♻️ Anschlüsse für Brems-Chopper

Überschüssige Energie bei Motorbremsvorgängen bewältigen.

🛡 Spannungsschutzschaltungen

Überwachung der Gleichspannung und Schutz der internen Komponenten.

Funktionen des Gleichstrombusses

Stabile Gleichspannung
Liefert eine konstante Stromversorgung für die Schaltvorgänge des Wechselrichters.
Reduzierte Spannungswelligkeit
Filtert unerwünschte Schwankungen aus der gleichgerichteten Gleichspannung heraus.
Bessere Wechselrichterleistung
Ermöglicht eine präzise Spannungs- und Frequenzregelung.
Verbesserte Motorstromregelung
Sorgt für einen ruhigeren Motorlauf.
Energiespeicherung
Bietet kurzfristige Energieunterstützung bei Lastschwankungen.

Zusammenhang zwischen Gleichstrom-Sammelschienenspannung

In den meisten Frequenzumrichtersystemen beträgt die Gleichstrom-Sammelschienenspannung ungefähr:

Gleichstrom-Bus-Spannung ≈ 1,35 – 1,41 × Wechselstrom-Netzspannung

Der genaue Wert hängt von der Art der Eingangsspannung, den Lastbedingungen und der Messmethode ab.

Beispiel:

Ein Frequenzumrichter mit einem 400 V Wechselstrom, dreiphasig erzeugt in der Regel eine Gleichstrom-Sammelspannung von etwa 540–565 V Gleichstrom unter normalen Betriebsbedingungen.

Kernpunkt: Die Gleichstromschiene fungiert als Energiebrücke zwischen dem Gleichrichter und dem Wechselrichter. Sie sorgt dafür, dass der Wechselrichter eine stabile Gleichstromversorgung erhält, sodass der Frequenzumrichter eine geregelte, frequenzvariable Ausgangsleistung für den Motor erzeugen kann.

Stufe 3: Der Wechselrichter erzeugt einen Wechselstromausgang mit variabler Frequenz

Der Wechselrichter ist die Ausgangsstufe des Frequenzumrichters. Er wandelt die Gleichstrom-Sammelschienenspannung wieder in Wechselstrom um, wobei nun Frequenz und Spannung vom Umrichter geregelt werden.

Moderne Frequenzumrichter verwenden in der Regel Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter wie beispielsweise:

  • IGBTs für die meisten industriellen Antriebe
  • MOSFETs in einigen kleinen oder Niederspannungsantrieben
  • SiC- oder GaN-Bauelemente in bestimmten hocheffizienten oder hochfrequenten Schaltungen

Diese Schalter schalten sich tausende Male pro Sekunde ein und aus. Durch die Steuerung des Zeitablaufs und der Dauer jedes Impulses erzeugt der Frequenzumrichter eine Ausgangswellenform, auf die der Motor als Wechselstrom mit der gewünschten Frequenz reagiert.

Zum Beispiel:

Ausgangsfrequenz des FrequenzumrichtersUngefähres motorisches Verhalten
5 HzSehr niedrige Geschwindigkeit
20 HzNiedrige Drehzahl
35 HzMittlere Geschwindigkeit
50 HzNenndrehzahl in 50-Hz-Systemen
60 HzNenndrehzahl in 60-Hz-Systemen oder Überdrehzahl in bestimmten Anwendungen

Auf diese Weise regelt ein Frequenzumrichter die Motordrehzahl ohne den Einsatz von Getrieben, Drosselventilen, Klappen oder mechanischen Drehzahlreglern.

Die meisten modernen Frequenzumrichter verwenden Pulsweitenmodulation (PWM) um die Ausgangswellenform zu erzeugen.

PWM erzeugt nicht direkt eine vollkommen glatte Sinuswelle. Stattdessen erzeugt es eine schnelle Abfolge von Spannungsimpulsen. Die Breite jedes Impulses ändert sich entsprechend der gewünschten Ausgangswellenform.

Da die Motorwicklung eine Induktivität aufweist, glättet sie die Hochgeschwindigkeitsimpulse auf natürliche Weise zu einer Stromwellenform, die für den Motorbetrieb ausreichend sinusförmig ist.

Mithilfe von PWM kann der Frequenzumrichter Folgendes steuern:

  • Ausgangsfrequenz
  • Ausgangsspannung
  • Motorstrom
  • Beschleunigung und Verzögerung
  • Drehmomentverhalten
  • Drehrichtung
PWM-Spannungsverlauf im Vergleich zum gleichmäßigeren Motorstrom am Ausgang eines Frequenzumrichters

Ein Frequenzumrichter verändert nicht nur die Frequenz. Er passt auch die Spannung an, da der Magnetfluss des Motors vom Verhältnis zwischen Spannung und Frequenz abhängt.

Diese Beziehung wird als V/F-Verhältnis.

Wird die Frequenz verringert, die Spannung jedoch zu hoch beibehalten, kann es zu einer Überflutung des Motors kommen, was zu Überhitzung und einem ineffizienten Betrieb führt. Wird die Frequenz verringert, die Spannung jedoch zu niedrig beibehalten, erzeugt der Motor möglicherweise nicht genügend Drehmoment.

Bei der einfachen V/F-Regelung senkt der Umrichter die Spannung, wenn die Frequenz abnimmt.

Beispiel für einen 400-V-Motor mit 50 Hz:

FrequenzUngefähre Ausgangsspannung
50 Hz400 V
40 Hz320 V
30 Hz240 V
20 Hz160 V
10 Hz80 V

Durch die Aufrechterhaltung eines geeigneten V/F-Verhältnisses kann der Motor einen stabilen Magnetfluss und ein vorhersehbares Drehmoment aufrechterhalten.

In der Praxis kann die V/F-Kurve an die Last angepasst werden. Bei Pumpen und Ventilatoren kommt häufig eine andere Kurve zum Einsatz als bei Lasten mit konstantem Drehmoment, wie beispielsweise Förderbändern, Mischern und Hebezeugen.

Ein moderner Frequenzumrichter enthält sowohl Leistungselektronik als auch Steuerelektronik.

KomponenteFunktion
GleichrichterWandelt eingehenden Wechselstrom in Gleichstrom um
Gleichstrom-SammelschienenkondensatorenGleichstrom glätten und speichern
Gleichstromdrossel oder NetzdrosselReduziert Welligkeit und Oberschwingungen in bestimmten Schaltungsausführungen
WechselrichtermodulWandelt Gleichstrom in geregelten Wechselstrom um
IGBTs oder LeistungsschalterDC-Spannung schnell schalten, um einen PWM-Ausgang zu erzeugen
SteuerplatineFührt Algorithmen zur Motorsteuerung und Schutzlogik aus
Gate-TreiberplatineSendet Schaltsignale an die Leistungsbauelemente
Lüfter oder KühlkörperLeitet Wärme von Leistungskomponenten ab
BremskreisLeitet bei Bedarf regenerative Energie ab
SchutzschaltungenErkennung von Überstrom, Überspannung, Überhitzung, Phasenausfall und Erdschlüssen
Tastatur oder HMIErmöglicht die Parametereinstellung, Überwachung und Fehlerrücksetzung
KommunikationsschnittstelleLässt sich mit SPSen, HMIs, SCADA-Systemen oder Feldbus-Netzwerken verbinden

Unterschiedliche industrielle Anwendungen erfordern unterschiedliche Leistungsniveaus bei der Motorsteuerung. Die gängigsten Steuerungsverfahren für Frequenzumrichter umfassen: V/F-Regelung, sensorlose Vektorregelung und Vektorregelung im geschlossenen Regelkreis. Jede Methode bietet unterschiedliche Niveaus hinsichtlich Drehmomentsteuerung, Drehzahlgenauigkeit und Ansprechverhalten.

Steuerungsverfahren Regelgenauigkeit Encoder erforderlich Typische Anwendungen
V/F-Steuerung Grundlegend Nein Ventilatoren, Pumpen, HLK
Sensorlose Vektorsteuerung Mittel bis hoch Nein Kompressoren, Förderbänder, Mischer
Vektorielle Steuerung im geschlossenen Regelkreis Höchster Ja Aufzüge, CNC, Hebezeuge

1. V/F-Regelung (Spannungs-/Frequenzregelung)

V/F-Regelung ist die einfachste und am weitesten verbreitete Regelungsmethode für Frequenzumrichter. Der Umrichter hält ein konstantes Spannungs-Frequenz-Verhältnis aufrecht, um die Motordrehzahl zu regeln. Er ist vor allem für Anwendungen konzipiert, bei denen keine präzise Drehmomentregelung erforderlich ist.

Am besten geeignet für:

Fans Pumpen Gebläse Einfache Förderbänder HLK-Anlagen
Vorteile
  • Niedrigere Kosten
  • Einfache Einrichtung
  • Stabile Grundgeschwindigkeitsregelung
  • Geeignet für variable Drehmomentbelastungen
Beschränkungen
  • Geringere Drehmomentgenauigkeit
  • Schwache Leistung bei niedrigen Geschwindigkeiten
  • Weniger präzises dynamisches Ansprechverhalten

2. Sensorlose Vektorregelung

Sensorlose Vektorregelung verbessert die Motorleistung, indem die Motordrehzahl und der Magnetfluss ohne Verwendung eines externen Encoders geschätzt werden. Im Vergleich zur einfachen V/F-Regelung bietet sie eine bessere Drehmomentsteuerung und ein schnelleres Ansprechverhalten.

Am besten geeignet für:
  • Kompressoren
  • Mixer
  • Förderer
  • Extruder
  • Werkzeugmaschinen mit moderaten Genauigkeitsanforderungen
Vorteile:
  • Bessere Drehmomententfaltung im unteren Drehzahlbereich
  • Schnellere Motorreaktion
  • Verbesserte Geschwindigkeitsregelung
  • Es ist keine Installation eines Encoders erforderlich

3. Vektorregelung im geschlossenen Regelkreis

Vektorregelung im geschlossenen Regelkreis verwendet einen Encoder oder ein Rückmeldegerät zur Messung der Motordrehzahl und -position. Dank dieser Rückmeldung erreicht der Frequenzumrichter ein Höchstmaß an Drehzahlgenauigkeit, Drehmomentregelung und dynamischer Leistung.

Am besten geeignet für:
  • Aufzüge
  • Kräne
  • Hebezeuge
  • CNC-Maschinen
  • Wickelsysteme
  • Positionierungsgeräte
Vorteile:
  • Hervorragendes Drehmoment im unteren Drehzahlbereich
  • Präzise Drehzahlrückmeldung
  • Starkes dynamisches Ansprechverhalten
  • Geeignet für anspruchsvolle Anwendungen im Bereich der Bewegungssteuerung
Tipp zur Auswahl: Für einfache Anwendungen zur Drehzahlregelung, wie beispielsweise bei Ventilatoren und Pumpen, ist eine V/F-Regelung in der Regel ausreichend. Für Anwendungen, die ein höheres Drehmoment und eine höhere Genauigkeit erfordern, wird eine sensorlose Vektorregelung oder eine Vektorregelung im geschlossenen Regelkreis empfohlen.

Frequenzumrichter eignen sich besonders gut für Kreiselpumpen und Ventilatoren, da diese Lasten den Affinitätsgesetzen folgen. Vereinfacht ausgedrückt: Wenn die Drehzahl sinkt, fällt der Leistungsbedarf wesentlich schneller ab als die Drehzahl.

Bei Zentrifugalkräften:

Der Durchfluss ist proportional zur Geschwindigkeit.
Der Druck ist proportional zur Geschwindigkeit zum Quadrat.
Die Leistung ist proportional zur Geschwindigkeit zum Kubik.

Das bedeutet, dass bereits eine geringe Verringerung der Geschwindigkeit zu einer erheblichen Energieeinsparung führen kann.

Beispiel:

Wenn eine Pumpe den Prozessbedarf bei einer Drehzahl von 80% decken kann, beträgt der ungefähre Leistungsbedarf:

0,8 × 0,8 × 0,8 = 0,512

Die Pumpe benötigt also etwa 51% an Leistung bei voller Drehzahl, bevor tatsächliche Verluste und Systembedingungen berücksichtigt werden.

Aus diesem Grund kann der Austausch von Drosselventilen oder Klappen durch eine Frequenzumrichtersteuerung bei geeigneten Pumpen- und Lüftersystemen zu erheblichen Einsparungen führen.

Antriebe mit variabler Frequenz (VFDs) Sie finden breite Anwendung in Branchen, in denen eine regelbare Motordrehzahl die Energieeffizienz, die Prozessstabilität, die Produktionsgenauigkeit und den Anlagenschutz verbessern kann. Durch die Anpassung der Motordrehzahl an die tatsächlichen Betriebsanforderungen tragen Frequenzumrichter dazu bei, Energieverschwendung und mechanische Beanspruchung zu reduzieren.

❄️

HVAC-Systeme

Frequenzumrichter verbessern die Luftströmung und die Temperaturregelung, indem sie die Drehzahl von Ventilatoren und Pumpen bedarfsgerecht anpassen.

  • Lüfter
  • Fans zurückholen
  • Kühltürme
  • Kaltwasserpumpen
  • Lüftungsgeräte (AHU)
💧

Wasser und Abwasser

Frequenzumrichter sorgen für eine stabile Druckregelung und verbessern den Wirkungsgrad der Pumpen in Wassermanagementsystemen.

  • Druckerhöhungspumpen
  • Abwasserpumpen
  • Bewässerungspumpen
  • Schlammpumpen
  • Wasserversorgungssysteme mit konstantem Druck
🏭

Herstellung

Frequenzumrichter ermöglichen eine präzise Drehzahlregelung bei Produktionsanlagen und verbessern die Konsistenz der Fertigung.

  • Förderer
  • Mixer
  • Verpackungsmaschinen
  • Extruder
  • Rollen
  • Werkzeugmaschinen
⚙️

Öl und Gas

Frequenzumrichter tragen zur Optimierung von motorbetriebenen Hochleistungsanlagen bei und verbessern gleichzeitig die betriebliche Flexibilität.

  • Kompressoren
  • Förderpumpen
  • Bohrgeräte
  • Messsysteme
⛏️

Bergbau und Schwerindustrie

Frequenzumrichter sorgen für eine zuverlässige Drehzahlregelung und verringern die mechanischen Belastungen in anspruchsvollen industriellen Umgebungen.

  • Brecher
  • Futterautomaten
  • Hebezeuge
  • Förderer
  • Lüftungsventilatoren
🌱

Erneuerbare Energien und Infrastruktur

Die Frequenzumrichtertechnologie trägt zum effizienten Betrieb moderner Energie- und Infrastruktursysteme bei.

  • Solarbetriebene Pumpensysteme
  • Hilfssysteme für Batterie-Energiespeicher
  • Zusatzausrüstung für Windkraftanlagen
  • Fernwärme- und Fernkälteanlagen

Warum die Industrie Frequenzumrichter einsetzt

⚡ Energieeinsparung
Reduzieren Sie den unnötigen Stromverbrauch des Motors.
🎯 Bessere Kontrolle
Sorgen Sie für eine konstante Drehzahl und konstante Prozessbedingungen.
🛡 Geräteschutz
Den Anlaufschock und den mechanischen Verschleiß verringern.

A Antrieb mit variabler Frequenz (VFD) bietet mehr als nur eine einfache Drehzahlregelung. Durch die Steuerung der Motorfrequenz und -spannung verbessert ein Frequenzumrichter die Energieeffizienz, verringert die mechanische Belastung, erhöht die Prozessstabilität und schützt Motoren sowie angeschlossene Geräte vor abnormalen Betriebsbedingungen.

1. Energieeinsparungen

Für Anwendungen mit variablem Drehmoment, wie zum Beispiel Zentrifugalpumpen und Ventilatoren, Ein Frequenzumrichter passt die Motordrehzahl an den tatsächlichen Systembedarf an, anstatt den Motor kontinuierlich mit voller Drehzahl laufen zu lassen.

Vorteil: Geringerer Energieverbrauch, niedrigere Betriebskosten und verbesserte Gesamteffizienz des Systems.
🚀

2. Sanftanlauf

Das herkömmliche Direktstartverfahren kann hohe Einschaltströme und plötzliche mechanische Stöße verursachen. Ein Frequenzumrichter erhöht die Motordrehzahl schrittweise durch kontrolliertes Beschleunigen und Abbremsen, wodurch die Belastung der elektrischen und mechanischen Systeme verringert wird.

Ein Sanftanlauf trägt zum Schutz bei:

Lager
Gürtel
Kupplungen
Getriebe
Pumpenlaufräder
Förderketten
🎯

3. Präzise Drehzahlregelung

Ein Frequenzumrichter ermöglicht eine flexible Drehzahlregelung des Motors über verschiedene Eingabemethoden und eignet sich daher für automatisierte industrielle Systeme.

Tastaturbefehle Analoge Signale Digitale Eingänge SPS-Befehle Feldbus-Kommunikation PID-Regelkreise
Anwendungen: Stabile Regelung von Druck, Durchfluss, Temperatur, Spannung und Produktionsgeschwindigkeit.
📈

4. Bessere Prozesssteuerung

Anstatt auf mechanische Drosselvorrichtungen, Bypassventile oder manuelle Einstellungen zurückzugreifen, regelt ein Frequenzumrichter die Motorleistung direkt entsprechend den Prozessanforderungen.

Vorteile:
  • Verbesserte Prozessstabilität
  • Weniger Material- und Energieverschwendung
  • Präzisere Produktionssteuerung
🛡️

5. Schutz von Motor und Ausrüstung

Die meisten modernen Frequenzumrichter verfügen über integrierte Schutzfunktionen, die dazu beitragen, Motorschäden zu verhindern und die Zuverlässigkeit des Systems zu verbessern.

Überstromschutz
Überspannungsschutz
Unterspannungsschutz
Übertemperaturschutz
Phasenausfallerkennung
Verhinderung von Stillstand
Motorüberlastschutz
Erdschlusserkennung
Zusammenfassung: Ein Frequenzumrichter verbessert motorbetriebene Systeme, indem er den Energieverbrauch senkt, einen sanften Anlauf ermöglicht, eine präzise Drehzahlregelung gewährleistet, Prozesse optimiert und die Anlagen vor elektrischen und mechanischen Belastungen schützt.

Ein Frequenzumrichter ist leistungsstark, muss aber richtig eingesetzt werden.

Zu den üblichen Überlegungen gehören:

  • Höhere Anschaffungskosten als beim Direktstart
  • Harmonische Verzerrungen in der Stromversorgung
  • Elektromagnetische Störungen
  • Belastung der Motorisolierung durch schnelle Spannungsanstiegszeit
  • Lagerströme in einigen Anlagen
  • Zusätzliche Wärmeentwicklung bei niedriger Motordrehzahl, wenn der Motorlüfter auf der Welle montiert ist
  • Bei langen Motorkabelstrecken können Ausgangsfilter erforderlich sein
  • Eine korrekte Erdung und Abschirmung sind wichtig

Bei kritischen Systemen sollte der Frequenzumrichter unter Berücksichtigung des Motors, der Last, der Kabellänge, des Gehäuses, der Kühlung und der elektrischen Umgebung ausgewählt werden.

Ein Sanftanlasser reduziert den Anlaufstrom und sorgt für eine gleichmäßige Beschleunigung, ermöglicht jedoch in der Regel keine stufenlose Drehzahlregelung, sobald der Motor seine volle Drehzahl erreicht hat.

MerkmalVFDSanftanlasser
Reduzierung des AnlaufstromsJaJa
Stufenlose DrehzahlregelungJaNein
Energieeinsparung bei Pumpen und VentilatorenHohes PotenzialBegrenzt
DrehmomentsteuerungBesserGrundlegend
RückwärtssteuerungIn der Regel vorrätigEingeschränkt oder extern
KostenHöherUnter
Optimaler AnwendungsfallBetrieb mit variabler DrehzahlSanftanlauf mit konstanter Drehzahl

Wählen Sie eine VFD wenn der Prozess eine Drehzahlregelung oder Energieeinsparungen durch eine reduzierte Motordrehzahl erfordert.

Wählen Sie eine Softstarter wenn der Motor mit konstanter Drehzahl läuft und lediglich ein sanfteres Anlaufen und Anhalten benötigt.

Die richtige Auswahl Antrieb mit variabler Frequenz (VFD) erfordert mehr als nur die richtige Motorleistung. Die Wahl des richtigen Frequenzumrichters hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Motorstrom, Eingangsspannung, Lastcharakteristik, Überlastanforderungen, Einbauumgebung und erforderliche Regelungsleistung.

1. Den Motorstrom anpassen

Der wichtigste Faktor bei der Auswahl eines Frequenzumrichters ist der Motor, Volllaststrom (FLC). Wählen Sie einen Frequenzumrichter mit einem Nennausgangsstrom, der mindestens dem Nennstrom des Motors entspricht.

Überprüfen Sie das Typenschild des Motors:
Nennspannung
Nennstrom
Nennleistung (kW / HP)
Nennfrequenz
Nenndrehzahl
Isolationsklasse des Motors
Service-Faktor

2. Eingangsleistung bestätigen

Frequenzumrichter sind für bestimmte Eingangsspannungssysteme ausgelegt. Vergewissern Sie sich stets, dass die verfügbare Stromversorgung den Eingangsspezifikationen des Frequenzumrichters entspricht.

220 V Einphasen-Eingang 220 V, dreiphasiger Eingang 380 V Drehstrom-Eingang 400 V Drehstrom-Eingang 415 V Dreiphasen-Eingang 480 V Drehstrom-Eingang
Das ist wichtig: Gehen Sie nicht davon aus, dass ein dreiphasiger Frequenzumrichter auch eine einphasige Eingangsspannung verarbeiten kann. Bei einigen Modellen ist dies nur mit Genehmigung des Herstellers und unter Einhaltung einer entsprechenden Strombegrenzung zulässig.

3. Lastart ermitteln

Motorbetriebene Lasten werden im Allgemeinen in drei Kategorien unterteilt. Die Auswahl des richtigen Lasttyps stellt sicher, dass der Frequenzumrichter ein ausreichendes Drehmoment und eine ausreichende Überlastfähigkeit bereitstellt.

Lasttyp Beispiele Hinweis zur Auswahl von Frequenzumrichtern
Variables Drehmoment Ventilatoren, Kreiselpumpen Die Nennleistung für den Normalbetrieb ist oft ausreichend
Konstantes Drehmoment Förderbänder, Mischer, Extruder Möglicherweise ist eine höhere Überlastfestigkeit erforderlich
Hochleistungs- Brecher, Hebezeuge, Pressen Wählen Sie ein hohes Anlaufdrehmoment und eine hohe Überlastfestigkeit

4. Wählen Sie die Steuerungsmethode aus

V/F-Steuerung

Geeignet für einfache Ventilatoren, Pumpen und eine grundlegende Drehzahlregelung.
Sensorlose Vektorsteuerung

Bietet ein besseres Drehmoment- und Drehzahlverhalten ohne Encoder-Rückmeldung.
Vektorielle Steuerung im geschlossenen Regelkreis

Wird für Anwendungen eingesetzt, bei denen es auf präzise Drehzahl, Position und Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen ankommt.

5. Überprüfen Sie die Installationsumgebung

Die Umgebungsbedingungen wirken sich unmittelbar auf die Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Frequenzumrichtern aus. Berücksichtigen Sie die folgenden Faktoren:

Temperatur in der Umgebung
Staubbelastung
Luftfeuchtigkeit
Korrosive Gase
Höhenlage
Belüftung
IP-/NEMA-Schutzklasse
Kühlung des Schranks

6. Überprüfung der Kabellänge und der EMV-Anforderungen

Lange Motorkabel können die Spannungsbelastung durch reflektierte Wellen sowie elektromagnetische Störungen (EMI) erhöhen. Je nach Einbausituation können zusätzliche Schutzkomponenten erforderlich sein.

Abgeschirmtes Motorkabel Ordnungsgemäße Erdung Ausgangsreaktor dV/dt-Filter Sinusfilter EMV-Filter

7. Berücksichtigen Sie Kommunikation und Integration

Stellen Sie bei industriellen Automatisierungssystemen sicher, dass der Frequenzumrichter die erforderlichen Kommunikationsprotokolle unterstützt.

Modbus RTU Modbus TCP PROFIBUS PROFINET EtherNet/IP CANopen EtherCAT
Tipp zur Auswahl: Ein richtig ausgewählter Frequenzumrichter sollte den Motorspezifikationen, den Anwendungsanforderungen, den Betriebsbedingungen und den zukünftigen Automatisierungsanforderungen entsprechen, um einen zuverlässigen und effizienten Betrieb zu gewährleisten.
FehlerGemeinsames Anliegen
ÜberstromKurze Beschleunigungszeit, blockierte Last, Motorfehler, falsche Motorparameter
ÜberspannungSchnelle Verzögerung, regenerative Belastung, hohe Eingangsspannung
UnterspannungNiedrige Versorgungsspannung, Phasenausfall, schwache Stromquelle
ÜbertemperaturMangelhafte Belüftung, hohe Umgebungstemperatur, überlasteter Antrieb
ErdschlussBeschädigtes Motorkabel, Ausfall der Motorisolierung, Feuchtigkeit
MotorüberlastungFalsche Stromeinstellung, überlastete Maschine, unzureichende Kühlung
KommunikationsfehlerVerkabelungsproblem, falsche Protokolleinstellung, SPS-Konfigurationsfehler

Diese Fehler sollten nicht wiederholt behoben werden, ohne die Ursache zu ermitteln. Ein wiederkehrender Fehler deutet in der Regel auf ein Systemproblem hin und nicht nur auf ein Problem mit dem Laufwerk.

Wie regelt ein Frequenzumrichter die Motordrehzahl?

Ein Frequenzumrichter regelt die Motordrehzahl, indem er die Frequenz der dem Motor zugeführten Wechselspannung verändert. Eine niedrigere Frequenz führt zu einer niedrigeren Motordrehzahl. Eine höhere Frequenz führt zu einer höheren Motordrehzahl, sofern diese innerhalb des sicheren Betriebsbereichs des Motors liegt.

Spart ein Frequenzumrichter Strom?

Ja, insbesondere bei Kreiselpumpen und Ventilatoren, bei denen die Last nicht immer die volle Drehzahl erfordert. Durch die Anpassung der Motordrehzahl an den Bedarf kann ein Frequenzumrichter den Stromverbrauch erheblich senken. Die tatsächlichen Einsparungen hängen von der Art der Last, den Betriebsstunden, der Anlagenauslegung und der Regelungsstrategie ab.

Kann ein Frequenzumrichter jeden Motor antreiben?

Nicht jeder Motor eignet sich für den Betrieb mit einem Frequenzumrichter. Viele moderne Drehstrom-Asynchronmotoren sind mit Frequenzumrichtern kompatibel, ältere Motoren können jedoch Einschränkungen hinsichtlich Isolierung, Kühlung oder Lagern aufweisen. Beachten Sie stets die Hinweise des Motorherstellers.

Was ist der Unterschied zwischen einem Frequenzumrichter und einem Wechselrichter?

In der industriellen Motorsteuerung werden diese Begriffe oft synonym verwendet. Technisch gesehen ist der Wechselrichter ein Bauteil innerhalb des Frequenzumrichters, der Gleichstrom wieder in Wechselstrom umwandelt. Der komplette Frequenzumrichter umfasst außerdem den Gleichrichter, den Gleichstrombus, das Steuerungssystem, die Schutzschaltungen und die Benutzerschnittstelle.

Wie hoch ist die Gleichstrom-Sammelschienenspannung in einem Frequenzumrichter?

Die Gleichstrom-Sammelschienenspannung hängt von der Eingangsspannung und der Auslegung des Umrichters ab. Als allgemeines Beispiel lässt sich anführen, dass eine dreiphasige Eingangsspannung von 400 V unter normalen Bedingungen häufig eine Gleichstrom-Sammelschienenspannung von etwa 540 bis 565 V DC erzeugt.

Warum wird ein Motor bei niedriger Drehzahl an einem Frequenzumrichter heiß?

Viele Motoren sind mit einem direkt auf der Welle montierten Lüfter ausgestattet. Bei niedriger Drehzahl dreht sich der Lüfter ebenfalls langsam, wodurch der Kühlluftstrom abnimmt. Für den Dauerbetrieb bei niedriger Drehzahl kann ein separat gespeister Lüfter oder ein für den Betrieb mit Frequenzumrichter ausgelegter Motor erforderlich sein.

Ist ein Frequenzumrichter besser als ein Sanftanlasser?

Ein Frequenzumrichter ist die bessere Wahl, wenn eine stufenlose Drehzahlregelung, Energieeinsparung oder eine präzise Prozesssteuerung erforderlich ist. Ein Sanftanlasser ist in der Regel die bessere Wahl, wenn der Motor lediglich sanft an- und abgesetzt werden muss, aber mit konstanter Drehzahl läuft.

Ein Frequenzumrichter wandelt Wechselstrom mit fester Frequenz in Gleichstrom um und wandelt diesen Gleichstrom anschließend wieder in Wechselstrom mit variabler Frequenz um. Durch diesen Vorgang kann der Umrichter die Motordrehzahl, das Drehmoment, die Beschleunigung, die Verzögerung sowie Schutzfunktionen wesentlich flexibler steuern als beim Direktbetrieb des Motors.

Die wichtigsten Arbeitsschritte sind:

  1. Der Gleichrichter wandelt Wechselstrom in Gleichstrom um.
  2. Die Gleichstromschiene glättet und speichert Energie.
  3. Der Wechselrichter nutzt PWM, um einen geregelten Wechselstromausgang zu erzeugen.
  4. Das Steuerungssystem passt Frequenz und Spannung an den Motor und die Last an.

Bei Pumpen, Ventilatoren, Förderbändern, Kompressoren, HLK-Anlagen, in der Wasseraufbereitung, in der Fertigung und bei vielen anderen Anwendungen kann ein richtig ausgewählter Frequenzumrichter den Wirkungsgrad verbessern, die mechanische Belastung verringern und eine bessere Prozesssteuerung ermöglichen.

Berücksichtigen Sie bei der Auswahl eines Frequenzumrichters stets den Motorstrom, die Eingangsspannung, die Art der Last, die Überlastfestigkeit, die Steuerungsart, die Kabellänge, die Umgebungsbedingungen und die Kommunikationsanforderungen. Ein Frequenzumrichter ist nicht nur ein Drehzahlregler, sondern ein komplettes System zur Motorsteuerung und zum Motorschutz.

  • IEC 61800-Reihe: Elektrische Antriebssysteme mit einstellbarer Drehzahl
  • NEMA MG 1: Motoren und Generatoren
  • ABB-Technischer Leitfaden Nr. 4: Leitfaden zu Frequenzumrichtern
  • Anwendungsleitfäden für Frequenzumrichter von Schneider Electric
  • Informationen des US-Energieministeriums zu Antriebssystemen und drehzahlgeregelten Antrieben
  • Google Search Central: Erstellung hilfreicher, zuverlässiger und nutzerorientierter Inhalte
de_DEDE
滚动至顶部